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Hans-Georg und Adelheid Karg

Hans-Georg Karg wurde 1921 als Sohn des Textilkaufmanns Georg Karg in Berlin geboren. Sein Vater erwarb ab 1934 von einem Bankenkonsortium den durch Wirtschaftskrise und Boykottkampagnen gegen seine jüdischen Eigentümer schwer angeschlagenen Hermann Tietz-Warenhauskonzern.

 

Nach einer Einzelhandelslehre und dem Militärdienst baute Hans-Georg Karg ab 1946 das Münchner Hertie-Kaufhaus wieder auf - wie alle Hertie-Warenhäuser schwer im Krieg beschädigt. Ungeachtet der Kriegszerstörungen und des Verlustes der Warenhäuser in Ostdeutschland erfolgte 1947 eine Entschädigung und Beteiligung der in die Schweiz und die USA entkommenen Familie Tietz am Hertie-Warenhauskonzern.

 

1952 heirateten Hans-Georg Karg und Adelheid Sulovsky.

 

1953 trat Hans-Georg Karg in die Geschäftsleitung des im „Wirtschaftswunder" schnell wachsenden Hertie-Warenhauskonzerns ein. 1961 wurde er Geschäftführer der Hertie-Gruppe. 1972 übernahm er nach dem Tod des Vaters die Leitung des Konzerns, den er bis 1986 führte. 1993 erfolgte der Verkauf des Hertie-Konzerns an die Karstadt AG.

 

Hans-Georg Karg trug als Kunstsammler zwischen 1970 und 1985 die größte private Sammlung des Impressionisten Max Liebermann zusammen.

 

Als Stifter und Gremienmitglied engagierten er und seine Frau sich neben der Karg-Stiftung auch für den Aufbau der 1972 begründeten Hertie-Stiftung sowie der Hans-Georg Karg-Stiftung.

 

Hans-Georg und Adelheid Karg lebten bis zu ihrem Tod 2003 bzw. 2004 naturverbunden auf Gut Sossau in Oberbayern.